X-plorations No. I – Sonic Visions

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X-plorations No. I bringt zeitgenössische Aspekte der performativen Klang- und Medienkunst in die Christuskirche. Sonic Visions ist eine großräumige Sound- und Videoinstallation und gleichsam eine visuelle Transformation von Räumen und Objekten. Hierbei transformieren Videobeamer-Projektionen und Klangcollagen die vorgefundenen Materialitäten in neue, unerwartete Dimensionen.

Im Rahmen von Performances werden Möglichkeiten intermedialer Echtzeit-Modulation von Ton und Bild aufgezeigt. Dabei loten die Künstler die Tiefen des akustischen Raumes der Kirche nuancenreich aus und rekontextualisieren ebenso ihre Architektur in immersiven audio-visuellen Konzepten.

Mit Peter Issig (audiobeamer), Stefan Jürke,
Haru Specks und rhein.

 

Haru Specks

Haru Specks begann als 11-Jähriger mit dem Sammeln von Platten und legt seit seinem 17. Lebensjahr auf. Der Liebe wegen nach Düsseldorf gezogen, brach er 2012 die letzten Brücken zum bürgerlichen Leben ab und lebt seitdem vom Kellnern, Platten auflegen und Vinyl predigen.

Die „lebende Jukebox“ legt also nicht nur auf, sondern redet auch über das, was sich gerade auf seinen Plattentellern dreht. Mit seiner eröffnenden Vinylpredigt wird er im Rahmen von Sonic Visions den Weg zum Thema des Abends ebnen. Dafür zeichnet er den Einfluss multimedialer Konzepte aus Sound & Vision auf die Populärkultur seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach und illustriert diese Entwicklungen anhand von eindrücklichen musikalischen Zeitdokumenten.

 

audiobeamer

Als audiobeamer erzeugt und verfremdet Experimental-Elektroniker Peter Issig über analog-digitale Schnittstellen die verschiedensten Klänge und Bilder.

GENERATOR ist eine audiovisuelle Performance, welche Erzeugnisse einer interaktiven Verbindung von Musik und in Echtzeit generiertem Video aufzeigt. Der daraus resultierende rhythmische elektronische Soundtrack ist eingebettet in die Visualität computergenerierter Video-Strukturen, die großflächig im Raum projiziert werden. Die Inhalte der Performance sind algorithmisch erzeugte Visuals und Audiosamples. Diese visuellen und akustischen Versatzstücke werden über ein digitales Environment live arrangiert und moduliert. Bild und Ton reagieren dabei wechselseitig aufeinander. Der Ton steuert oder moduliert die visuellen Inhalte – gleichzeitig verändern auch die visuellen Modulationen den Sound.

Peter Issig arbeitet als Videograph und Medienkünstler. Animations- und Kurzfilme, Dokumentationen und Videoclips führten ihn zur Teilnahme bei etlichen Kunst- und Medienfestivals. Als Bühnendesigner an den Theatern Krefeld und Mönchengladbach produziert er videographische Inhalte für Musiktheater, Schauspiel, Oper und Ballett sowie für Sinfoniekonzerte mit den Niederrheinischen Symphonikern. Darüber hinaus ist er als Musiker (E-Bass, Kontrabass, Tuba), Komponist und Produzent in den Stilen Jazz sowie elektro-nische Musik und experimentelle Klangkunst (u.a. weltAusstellung) tätig.

 

rhein

Das ambient-trio rhein wird in seinem Live-Set unter Verwendung von analogen und digitalen elektrischen Klangerzeugern sowie der großen Schuke-Kirchenorgel eine raumfüllende Klangcollage erstellen. Hier werden die tradierten Sounds der Kirchenorgel mit den experimentellen Sounds der elektronischen Instrumente verschmolzen und moduliert. Es entsteht ein mehrdimensionaler Klangkörper, der über die rein auditive Ebene hinaus ein weiterreichendes synästhetisches Erlebnis schafft. Gleichsam erfolgt mittels einer Videoinstallation eine visuelle Transformation und Neu-Kontextualisierung der vorgefundenen Kirchen-Architektur, wodurch der mehrdimensionale Klangkörper von rhein in seiner Eindrücklichkeit verstärkt wird.

 

Stefan Jürke

In seinem Set webt Stefan Jürke weitmaschige Klangteppiche, in denen er die Tiefe des Klang-raumes Kirche auditiv erfahrbar macht. Stefan Jürke ist als elektronischer Musiker unter anderem durch seine Arbeit mit dem Duo GRAPH bekannt. Mit GRAPH, aber auch als Solo-Künstler (YÜRKE), beschäftigt er sich mit der Interpretation und Modifikation diverser elektromusikalischer Genres (Abstract, Techno, Elektronika). Dabei formuliert er mit digitalen und analogen Synthesizern, Samples und Effekten eine sehr persönliche, eigene Klangsprache. Hauptmerkmal seiner Arbeit ist der improvisierende Eingriff in das Echtzeit-Audio und das Zusammenfügen unterschiedlicher Stil-Mixe. Das Prinzip des Zitats und der (De-)Kontextualisierung benutzt Jürke auch in seiner Arbeit als DJ.

 

 

 

Bildnachweis:
alle Fotos von Willi Nothers
außer Haru Specks (Raphael Janzer), audiobeamer (Peter Issig), Stefan Jürke

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