Samstag, 23. September 2017

Programmheft zum Download

Einlass: 18:30h
Beginn: 19:00h

Christuskirche Düsseldorf
Kruppstraße 11 / Nähe Oberbilker Markt

Der rheinische „Krautrock“ der 1970er Jahre gilt noch heute als ein unverzichtbarer Beitrag zur internationalen Musikhistorie. Die zweite Ausgabe der X-plorations baut diesem Genre nun eine Brücke in die Jetzt-Zeit. Mit C.A.R. aus Köln und AI aus Düsseldorf kommen zwei Vertreter handgemachter, elektronischer Instrumentalmusik in die Christuskirche, die sich mit eindrucksvollen Klangcollagen berechtigterweise ihren Ruf als ausgezeichnete Live-Bands erspielt haben.

Mit Haru Specks, AI und C.A.R.

VVK / AK:  6,- EUR
Karten-Vorbestellungen bitte an info@x-plorations.de.

 

 

C.A.R.
Die Suche nach Spiritualität in Musik in den 2010ern. Bei C.A.R. entwickeln vier junge Kölner Musiker mit leidenschaftlicher Empathie eine triphafte Melange aus Jazz und Elektronik, Improvisation und Experiment, Sciene-Fiction und Film Noir, Krautrock und Cyberpunk. Gleißende Energie, kaleidoskopischer Tiefgang, subtile Finesse und eine nicht zu leugnende Liebe zum Beat – Mischkonsum wird hier groß geschrieben. Konzerte von C.A.R. zeichnen sich dadurch aus, dass sich ihre Stücke gegenüber den Albumaufnahmen immer noch in neue Richtungen entwicklen. Diese offen angelegte Improvisation im Zusammenspiel betrachtet die Gruppe als ein notwendiges Verlassen der eigenen Komfortzone, außerhalb derer es immer wieder Neues zu entdecken gilt.

C.A.R. sind Leonhard Huhn (Saxophon, Effekte), Christian Lorenzen (Synths, Wurlitzer, Rhodes), Kenn Hartwig (Kontrabass, Effekte) und Johannes Klingebiel (Schlagzeug). Sie lernten sich während ihres Studiums an der Kölner Musikhochschule kennen und entwickeln seit dieser Zeit eine ihnen eigene Melange aus Jazz und Elektronik. Die vier Musiker gestalten ihr Zusammenspiel frei und assoziativ. Bisweilen schichten sie Klangmasse auf Klangmasse wodurch musikalische Räume entstehen, in denen weder einzelne Instrumente noch spezifische elektronische Effekte für sich genommen herauszuhören sind. Dieses rasante Fahrtaufnehmen lässt nicht so sehr den einzelnen Solisten in den Vordergrund treten, sondern setzt stark auf das, was alle Instrumentalisten als gemeinsamer Urheber dieses Klangkörpers einzubringen haben.

Mehr:
Homepage C.A.R.

 

 

AI
AI kommen aus Düsseldorf. Man möchte annehmen, dass die heimische Tradition der Proto-Elektronik und des Rheinischen Krautrocks auf dieser Band lasten wie der Felsblock über Tantalos´ Haupt. Vielleicht ist es die Nähe zu Japan und zur bildenden Kunst, die alles verdrängt, was zu sehr verwurzelt und vom freien Denken abhalten könnte. Der Dinger-Beat ist das Triebwerk, der Groove der Sprit. Das Konzept von AI ist und bleibt, so frei wie möglich zu agieren und gerade live so viel wie möglich zu experimentieren und zu improvisieren. Stilistisch ist der Sound von AI nicht festgelegt. Die Herangehensweise führt zwangsläufig auf die progressiven Pfade von Krautrock. Ähnlich den mit Krautrock gelabelten Bands wie Amon Düül, Neu! oder Can, bedient sich AI musikalischer Genres, wie es den Musikern gefällt: House, Psychedelic, Dubstep, Funk, Minimal.

Shunsuke Oshio und Frank Bauer schaffen sich 2010 mit AI eine musikalische Plattform, die vor allem ihren experimentellen Ambitionen dienen soll. Weg von starren Songstrukturen, hin zur Improvisation, auch auf der Bühne. Keine Lyrics, psychedelisch angehauchte Sounds, die frei entwickelt und immer wieder neu arrangiert werden. 2011 kommen Andreas von Hillebrandt und Matt Flores hinzu. Nima Moussavi ist seit Anfang 2017 bei AI. AI bewegen sich zwischen den Welten der japanischen und deutschen Avantgarde der 1970er/80er Jahre und elektronischer Minimalmusik. Sie beziehen ihre Spannung aus den unterschiedlichen musikalischen Backgrounds der Musiker. In Düsseldorf haben sich AI eine treue Zuhörerschaft erspielt, nicht zuletzt mit Auftritten im Musikzimmer der Hans-Peter-Zimmer-Stiftung, wo sie bereits gemeinsam mit Damo Suzuki (CAN, Dunkelziffer) auftraten oder auch als Opener im Abendprogramm des Open Source Festivals 2013.

Mehr:
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AI auf Soundcloud

 

 

Haru Specks
Haru Specks begann als 11-Jähriger mit dem Sammeln von Platten und legt seit seinem 17. Lebensjahr auf. Der Liebe wegen nach Düsseldorf gezogen, brach er 2012 die letzten Brücken zum bürgerlichen Leben ab und lebt seitdem vom Kellnern, Platten auflegen und Vinyl predigen. Die „lebende Jukebox“ legt also nicht nur auf, sondern redet auch über das, was sich gerade auf seinen Plattentellern dreht. Mit seiner Vinylpredigt führt er auch bei der zweiten Ausgabe der X-plorations ins Thema des Abends ein.

Mehr:
http://vinylpredigt.de
http://haruspecks.de

 

 

 

Bildnachweis:
Raphael Janzer (Haru Specks), Thomas Kuznik (C.A.R.), AI

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